Spiegel und Plastikvögel ersetzen keinen Partner
Vögel brauchen Reize, die zu Schwarm, Flug und Futtersuche passen.
Der wichtigste „Trick“ ist nicht, dass ein Vogel etwas für Menschen vorführt. Wichtig ist eine Umgebung, in der er selbst aktiv sein kann.
Erarbeiten lassen
Kräuter, Gräser, Kolbenhirse oder Futter an wechselnden Stellen regen natürliches Suchen und Knabbern an.
Frische Zweige
Ungiftige Naturäste, Schaukeln und Landeplätze machen den Raum interessanter als Plastikstangen im Käfig.
Gemeinsam statt zahm erzwingen
Rituale, Ansprache und freiwilliges Targettraining können bereichern. Ein Partner bleibt trotzdem unersetzlich.
Ein Spiegel im Käfig ist keine Gesellschaft. Der Vogel erkennt sein Spiegelbild nicht als sich selbst und versucht, mit dem „anderen Vogel“ zu interagieren, der nie antwortet. Das führt zu Frustration, Aggressivität und Kropfentzündungen (durch Fütterungsversuche am Spiegel). Plastikvögel sind genauso sinnlos.
Auch Beschäftigung ersetzt keinen Schwarm. Sinnvoll sind frische, ungiftige Zweige zum Nagen, wechselnde Suchaufgaben, Bademöglichkeiten und sichere Kletter- und Landeplätze. Neues wird schrittweise angeboten, damit scheue Tiere Abstand halten können. Anfassen, Festhalten und „Kuscheln“ dürfen nie erzwungen werden. Wellensittiche sind vor allem Tiere zum Beobachten.