Kaninchen halten

Warum Kaninchen Platz, Artgenossen, Zähnekontrolle und ruhigen Umgang brauchen.

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Kaninchen

Kaninchen sind keine Kuscheltiere. Sie sind Fluchttiere mit einem starken Bedürfnis nach Sicherheit, Platz und Artgenossen.

Platz: Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) empfiehlt mindestens 2–3 m² pro Kaninchen als dauerhaften Lebensraum – nicht als Auslauf, sondern als Grundfläche, die immer zugänglich ist. Handelsübliche Käfige (0,5–1 m²) sind Tierquälerei in Plastik.

Artgenossen: Kaninchen sind Gruppentiere. Einzelhaltung verursacht Einsamkeit, Stress und Verhaltensstörungen. Mindestens zwei Tiere – idealerweise ein kastrierter Rüde und eine Häsin.

Ernährung: Hauptfutter ist Heu – nicht Trockenfutter aus der Zoohandlung. Dazu täglich frisches Grünfutter (Gräser, Kräuter, Gemüse). Trockenfutter-Pellets sind oft zu energiereich und verursachen Zahnprobleme.

Zähne: Kaninchenzähne wachsen lebenslang. Falsches Futter führt zu Zahnfehlstellungen, die extrem schmerzhaft sind und teure tierärztliche Behandlung erfordern.

Kastration: Rammler sollten kastriert werden, um Aggressionen und unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden. Wichtig zu wissen: Etwa 60 % der unkastrierten Häsinnen über 3 Jahre entwickeln Gebärmuttertumoren – ein ernsthaftes Argument auch für die Kastration weiblicher Tiere.

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