Kastration – auch bei Wohnungskatzen wichtig
2 Millionen Streunerkatzen in Deutschland
Die meisten sind Nachkommen von unkastrierten Freigängerkatzen. Eine einzige unkastrierte Katze kann in wenigen Jahren für Hunderte Nachkommen verantwortlich sein. Kastration ist der wirksamste Tierschutz, den es gibt.
Unkastrierte Kater streunen häufiger, geraten eher in Paarungskämpfe und können mit stark riechendem Urin markieren. Unkastrierte Kätzinnen werden rollig. Auch ohne Freigang bleiben ihre Eierstöcke und die Gebärmutter hormonell aktiv. Damit bleiben unter anderem das Risiko einer Gebärmuttervereiterung und das erhöhte Risiko für bösartige Gesäugetumoren bestehen.
Kastration verhindert diese Fortpflanzungs- und Organrisiken, kann hormonabhängiges Verhalten vermindern und schützt vor unkontrollierter Vermehrung. Der Gesamtpreis ergibt sich nicht allein aus der Operationsposition der GOT, sondern auch aus Untersuchung, Narkose, Überwachung, Medikamenten, Material und Nachsorge. Die gesundheitlichen Zahlen, Grenzen und Empfehlungen zum Zeitpunkt stehen auf der Seite Kastration bei Katze, Hund und Kaninchen.
In einigen Landkreisen gilt bereits eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte etwa in Röbel, Malchow und Waren. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat der Kreistag eine Kastrationspflicht bisher abgelehnt – zum Nachteil der Streunerkatzen vor Ort.