Schönheit ist oft teuer bezahlt – und das nicht nur mit Geld. Manche Rassemerkmale, die wir besonders süß, edel oder „besonders“ finden, bedeuten für die Tiere Atemnot, Schmerzen oder ein stark erhöhtes Krankheitsrisiko.
Diese Seite erklärt, was mit Überzüchtung und Qualzucht gemeint ist, zeigt Beispiele und soll dir helfen, solche Zuchten zu erkennen und zu vermeiden.
Überzüchtung bedeutet, dass bestimmte körperliche Merkmale durch Zucht immer extremer werden, bis die Tiere dadurch eingeschränkt sind oder leiden.
Häufig überschneidet sich das mit dem, was rechtlich als Qualzucht bezeichnet wird: Zucht, bei der Schmerzen, Leiden oder Schäden bewusst in Kauf genommen werden.
💔 Schönheit darf nicht weh tun – auch nicht bei Tieren.
Möpse, Französische Bulldoggen und andere kurzköpfige Rassen werden auf besonders runde Köpfe, kurze Nasen und viele Falten gezüchtet.
Perserkatzen wurden über Jahrzehnte auf ein sehr flaches Gesicht und große, runde Augen gezüchtet.
Widderkaninchen wurden auf lange, hängende Ohren gezüchtet, die den Kopf optisch niedlicher wirken lassen.
Bei vielen sogenannten Albino- oder amelanistischen Reptilien fehlt ein Teil des dunklen Pigments. Die hellen Farben wirken spektakulär, haben aber Folgen.
Sehr kleine Hunderassen und Mini-Varianten werden gezielt auf winzige Körpergröße gezüchtet.
Dann unterstütze Tierschutz statt Nachfrage nach Qualzucht und Moderassen.
Eine Möglichkeit ist, ein Tier aus dem Tierschutz zu adoptieren, statt gezielt nach extremen Rassemerkmalen zu suchen. Wenn für dich im Moment keine Adoption passt, kannst du auch helfen, indem du solche Zuchten bewusst meidest, aufklärst und seriöse, gesundheitsorientierte Zucht oder besser Tierschutzorganisationen unterstützt.